Margarine-Institut für gesunde Ernährung - Zur Startseite
E-Mail für das Margarine-Institut für gesunde Ernährung e.V.
Unsere Rubriken


Suche Sitemap Fragen Sie uns online KontaktImpressum
Unsere Rubriken



Wir über uns



Unser Informationsmaterial



Studien



Lexikon

kurz und bündig
  ausführlich und weiterführend



FAQs



Testen Sie Ihr Wissen



Links


AUSFÜHRLICH UND WEITERFÜHREND

Fettsäuren

Definition: Fettsäuren sind unverzweigte Monocarbonsäuren, die aus einer Carboxylgruppe und einer unterschiedlich langen Kohlenstoffkette (4-24 C-Atome) bestehen. Mit einem Anteil von 95% sind sie Hauptbestandteil der Fette und Öle. Fettsäuren unterscheiden sich durch ihre Kettenlänge und die Anzahl und Position ihrer Doppelbindungen. Fast alle natürlich vorkommenden Fettsäuren enthalten eine gerade Anzahl von C-Atomen, wobei in Nahrungsfetten (Triglyceride) Kettenlängen von 12, 14, 16, 18 und 20 am häufigsten vorkommen (siehe auch Basiswort Fett).

Die Kettenlänge bestimmt die Löslichkeit der Fettsäuren, da Fettsäuren aus einem hydrophilen, d. h. wasserliebenden Teil (= Carboxylgruppe) und einem hydrophoben, d. h. wasserabweisenden Teil (= Kohlenstoffwasserkette) bestehen. Je kürzer die Kohlenwasserstoffkette ist, desto besser ist die Fettsäure mit Wasser mischbar (z. B. Buttersäure mit 4 C-Atomen). Mit steigender Kettenlänge sinkt die Löslichkeit der Fettsäuren, der hydrophobe Anteil des Moleküls überwiegt. Langkettige Fettsäuren (14-24 C-Atome) sind wasserunlöslich.

Buttersäure

Schema

wasserabweisend
(hydrophob) unpolar
wasserliebend
(hydrophil) unpolar

Die Anzahl der Doppelbindungen in einer Fettsäure bestimmt ihren Sättigungsgrad. Sind alle C-Atome mit je 2 Wasserstoffatomen (H-Atomen) abgesättigt, spricht man von gesättigten Fettsäuren. Hierzu zählen u. a. Buttersäure, Palmitinsäure und Stearinsäure. Aufgrund ihrer Struktur zeigen gesättigte Fettsäuren nur eine geringe Reaktionsfähigkeit. Sind in einer Fettsäurekette zwei C-Atome nur mit je einem H-Atom abgesättigt, gehen die C-Atome eine Doppelbindung ein: es liegt eine einfach ungesättigte Fettsäure (z. B. Ölsäure) vor. Weist eine Fettsäure zwei und mehr Doppelbindungen auf, spricht man von mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z. B. die zweifach ungesättigte Linolsäure oder die dreifach ungesättigte a-Linolensäure (siehe auch Basiswort Omega-Fettsäuren).

Skizze

Der Ort der Doppelbindungen ist für die Wirkung, die ungesättigte Fettsäuren entfalten, entscheidend. Um den Ort einer Doppelbindung in einer Kohlenstoffkette exakt zu definieren, kann man entweder von ihrem Carboxylende her mit der Nummerierung beginnen (Delta-Fettsäuren) oder vom Methylende (Omega-Fettsäuren). Eine Sonderrolle nehmen die mehrfach ungesättigten Fettsäuren ein, die der menschliche Organismus für viele Stoffwechselprozesse dringend benötigt, selbst aber nicht herstellen kann. Diese Fettsäuren bezeichnet man als essentielle Fettsäuren (siehe auch Basisworte Essentielle Fettsäuren/Nomenklatur der Fette).

Vorkommen: In tierischen Fetten finden sich überwiegend gesättigte Fettsäuren (z. B. Buttersäure und Stearinsäure). Die Mehrzahl der pflanzlichen Öle und Fette enthalten überwiegend ungesättigte Fettsäuren (z. B. Linolsäure, Ölsäure etc.). Empfehlungen für die Fettzufuhr, die das Verhindern von ernährungsabhängigen Krankheiten im Visier haben, spielt diese unterschiedliche Fettsäureverteilung in Nahrungsfetten eine entscheidende Rolle (Weiter: Tierische Öle und Fette / Pflanzliche Öle und Fette).

Tabelle

Quelle: Schlieper, C.A., Grundfragen der Ernährung, 19. aktualisierte Auflage, Hamburg 2007



(Studien: Fettstoffwechsel und Atherosklerose, Fettsäuren und Fettstoffwechsel, Fettsäuren und Atherosklerose, Fettsäuren - Stoffwechsel und Wirkmechanismen, Fettsäuren und Krebs, w-3 Fettsäuren, trans-Fettsäuren, Konjugierte Linolsäuren, g-Linolensäure)