UNSER INFORMATIONSMATERIAL Foliensatz mit Begleittexten:
Essen mit Genuss und Verstand - Fett ist nicht gleich fett
Tägliche Aufnahme von versteckten
und sichtbaren Fetten
Aus der Folie 10 ist ersichtlich, dass wir in Deutschland
weit mehr als die empfohlenen 30 % Fett in unserer Nährstoffaufnahme
zu uns nehmen. Statt 80 g bei Männern sind es im Durchschnitt
ca. 117 g - also über 40 % mehr. Das gilt auch für die Frauen.
"37 g Fett pro Tag zu viel" klingt noch nicht besonders riskant
- es sind weniger als 100 g Erdnüsse oder etwas mehr als 100 g
Schlagsahne. Addiert man das täglich zu viel verzehrte Fett, ist
das Ergebnis nach einem Jahr jedoch erschreckend: Der tägliche
Mehrverzehr summiert sich auf 13,5 kg Fett. Die DGE schreibt dazu
in ihren neuen Empfehlungen, dass eine Gesamtfettzufuhr von über
40 % der Nahrungsmenge und ein hoher Anteil an gesättigten Fettsäuren
die Entstehung von Arteriosklerose, Dickdarmkrebs und Fettsucht
fördert. Gesättigte Fettsäuren erhöhen die Konzentration des "bösen"
LDL-Cholesterins im Blut.
Der Vergleich der Ist-Werte mit den DGE-Empfehlungen zeigt auch, dass
wir wesentlich mehr - nämlich 47 % (siehe Folie 10) gesättigte Fettsäuren
aufnehmen und nicht ausreichend mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Bei
unserem hohen Verzehr an gesättigten Fettsäuren sollte der Anteil an
mehrfach ungesättigten Fettsäuren bis zu 33,3 % der Gesamtfettaufnahme
betragen.
Die Ursache für den hohen Fettverbrauch und die ungünstige Fettsäurezusammensetzung
ist leicht zu erklären:
- Vielen von uns schmecken fette Produkte besonders gut, da - wie
im Text zu Folie 10 beschrieben - Fett ein hervorragender Aromaträger
ist. Und ein vollfetter Käse schmeckt nun einmal viel besser als
eine magere Sorte.
- Das meiste Fett essen wir als "verstecktes" Fett in Fleisch,
Wurst, Käse oder Saucen: 69 %, wie aus der Folie ersichtlich. 31
% sind die so genannten "sichtbaren" Fette Margarine, Fette, Öle
und Butter. Wer von uns weiß denn schon, wann wir z. B. als Männer
unsere täglichen 80 g Fett erreicht haben? Abschätzen können Sie
das mit unserem Faltblatt "Gesund und fit - Dem Fett auf der Spur".
Genau können Sie es mit unserem neuen PC-Programm "Abenteuer Essen"
bestimmen, die Windows 95-Version erscheint Ende 2000 - Näheres
erfahren Sie im Internet (siehe unten: Literatur). Generell aber
gilt es, vor allem mit den versteckten Fetten sorgsam umzugehen.
Interessant ist auch, aus welchen Produkten wir unser Fett aufnehmen.
Die Nationale Verzehrstudie hat gezeigt, dass unsere Hauptfettquellen,
wie auch aus der Folie zu ersehen, Milchfett (aus Butter, Milch und
Milchprodukten), Schweineschmalz (aus Fleisch, Fleisch- und Wurstwaren)
und Rindertalg (aus Fleisch) sind. Aber gerade diese drei Fettquellen
enthalten, wie wir in Folie 18 sehen werden, weit mehr als die geforderten
maximal 30 % gesättigten und zu wenig Anteile an mehrfach ungesättigten
Fettsäuren.
Weitere Literatur:
Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, 1. Auflage (2000) - Umschau Braus
GmbH Ver-lagsgesellschaft Frankfurt
Internet http//www.margarine-institut.de (Button "Unser Informationsmaterial":
Faltblatt Gesund und fit - Dem Fett auf der Spur und PC-Programm "Abenteuer
Essen"; Button "Studien": Pkte 3,4,6; Button "Hintergrund-Information":
Die Rolle der Fette in der Ernährung in der BRD)
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