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CD-ROM: Fett in der Ernährung
LDL-Oxidation

Eine Schlüsselrolle in der Atheroskleroseentstehung kommt den oxidierten LDL zu. Ox-LDL induzieren Adhäsionsmoleküle, die zur Anlagerung von Zellen und biologisch hoch aktiven Stoffen an die Gefäßwand führen, und dienen als Chemoattraktant (Anlocker) für Mono- und Lymphozyten, die dadurch in den subendothelialen Raum der Gefäßwand penetrieren und dort eine wichtige pathophysiologische Rolle übernehmen. So werden die ox-LDL rasch in die Makrophagen (so werden die Monozyten nach Penetration in die Gefäßwand genannt) aufgenommen und können diese in die so genannten Schaumzellen umwandeln. Makrophagen produzieren Wachstumsfaktoren und Cytokine, die teilweise die Antwort von T-Lymphozyten, anderen Makrophagen sowie von Endothel- und glatten Muskelzellen regulieren. Sie stimulieren durch die Produktion bestimmter Faktoren ihr eigenes Wachstum, aber auch jenes der benachbarten glatten Muskelzellen, z. B. durch den Plateletderived growth factor, und von Lymphozyten durch die Bildung von Interleukin-2. Die Vermehrung der Makrophagen und der glatten Muskelzellen spielt eine Schlüsselrolle in der Atherogenese.

Von allen Fettsäuren sind die mehrfach ungesättigten am anfälligsten für eine Oxidation. Oxidiert werden können jedoch alle Fettsäuren, wenn auch unterschiedlich schnell:
Relative Geschwindigkeit der Oxidation von Fettsäuren:

Stearinsäure 1
Ölsäure 100
Linolsäure 1.200
a-Linolensäure 2.500
Der Ablauf der Oxidation ist in der Folie dargestellt.

Nach der Initiierung, z. B. durch Superoxidanionen, Singulettsauerstoff oder ein Peroxylradikal, kommt es unter Addition von molekularem O2 zur Bildung eines Lipidperoxylradikals.

Dies ist der Beginn einer Kettenreaktion:
Nach Oxidation, vor allem der mehrfach ungesättigten Fettsäuren, werden andere Bestandteile der LDL oxidiert, darunter Cholesterin, Phospholipide und das Apolipoprotein B-100.
Das Ausmaß der Oxidation und die Anfälligkeit für Oxidation sind messtechnisch erfassbar. Die Oxidation kann durch Antioxidanzien verhindert werden. Hier kommt dem Vitamin E eine entscheidende Bedeutung zu. Bei einer hohen Zufuhr von mehrfach ungesättigten Fettsäuren sollte daher auf eine adäquate Zufuhr von Vitamin E geachtet werden. So steht z. B. bei Diätmargarine der Vitamin E-Gehalt in Relation zum Gehalt
an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, um diese vor Oxidation zu schützen. Auch alle anderen deutschen Pflanzenmargarinen enthalten adäquate Mengen an Vitamin E.