UNSER INFORMATIONSMATERIAL CD-ROM: Fett in der Ernährung Instabile Plaques häufigste Ursache des Herzinfarkts

Herzinfarkte treten in über 80 % bei Einengungen der Koronararterien
von weniger als 70 % auf. Erst bei Einengungen über 70 % würde
es, bedingt durch einen verminderten Blutfluss, zu Angina-pectoris-Beschwerden
kommen. Dies bedeutet also, dass den meisten Herzinfarkten keine
Warnsymptome vorausgehen.
Grund dafür sind instabile Plaques. Die linke Abbildung auf
der Folie zeigt einen instabilen Plaque. Unter einer nur noch dünnen
bindegewebigen Abdeckung (fibröse Kappe) findet sich eine Ansammlung
von Makrophagen, die mit Cholesterin gefüllt sind und von extrazellulärem
Cholesterin (lipid core, rot angefärbt).
Wenn es (rechtes Bild) zum Einriss der fibrösen Kappe kommt,
entleert sich zwar das fetthaltige Material aus dem subendothelialen
Bindegewebe, es kommt aber an der Einrissstelle zur Ausbildung eines
Thrombus. Von der Größe dieses Thrombus hängt das
klinische Bild ab. Ist der Thrombus so groß, dass er das gesamte
Gefäßlumen verschließt, resultiert daraus ein Herzinfarkt.
Füllt er hingegen nur einen Teil des Gefäßlumens
aus, manifestiert sich eine instabile Angina pectoris. Ist er klein,
kann der Einriss klinisch stumm verlaufen. Neuere Untersuchungen
zeigten, dass die klinisch stummen Einrisse instabiler Plaques die
Weiterentwicklung des atherosklerotischen Plaques fördern.
Konsequenz aus diesen neuen Befunden muss sein, dass mehr Wert auf
die Primärprävention gelegt wird, dass also alle bekannten
kardiovaskulären Risikofaktoren frühzeitig angegangen
werden. Dabei spielt ohne Zweifel eine adäquate Ernährung
(siehe Folie 30) eine wichtige Rolle.
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