UNSER INFORMATIONSMATERIAL CD-ROM: Fett in der Ernährung Fettsäurezusammensetzung von Streichfetten

Margarine ist ein modernes Grundnahrungsmittel. Der Verbraucher hat
die Möglichkeit, zwischen vielen verschiedenen Margarinesorten
zu wählen. Das liegt vor allem daran, dass Fettgehalt, Zusammensetzung
und Herstellung von Margarine sehr unterschiedlich sein können
und sie sich je nach Sorte besonders gut zum Braten, Backen oder als
Streichfett eignen:
Grundsätzlich gilt: Je weicher eine Margarine ist, desto mehr
Öl-Anteile und umso weniger gesättigte Fettsäuren enthält
sie. Dies begründet ihren gesundheitlichen Wert. Die Margarinesorten
unterscheiden sich durch ihre Zusammensetzung und ihren Fettgehalt:
1. Zusammensetzung (siehe Folie)
Pflanzenmargarine
Der Fettanteil der Pflanzenmargarine muss mindestens zu 98 % aus Ölen
und Fetten pflanzlicher Herkunft bestehen. Stammt das Nahrungsfett
aus dem Öl einer einzigen Pflanzenart, so darf die Margarine
den Namen dieser Pflanzenart tragen, z. B. Sonnenblumen- oder Sojamargarine.
Ist der Hinweis "reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren"
vorhanden, so beträgt der Anteil dieser Fettsäuren mindestens
30 % im Fettanteil.
Diätmargarine
Für ihre Herstellung gelten die Diätverordnung und die Richtlinien
des Diätverbandes für Diätmargarine. Diätmargarine
wird für bestimmte Ernährungszwecke empfohlen.
Bei erhöhter LDL-Cholesterinkonzentration eignet sich besonders
Diätmargarine mit einem sehr hohen Anteil mehrfach ungesättigter
Fettsäuren (mindestens 50 %). Sie darf daher als "besonders
reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren" bezeichnet
werden. Des Weiteren gibt es MCT-Margarine. MCT steht für "mittelkettige
Triglyceride" und wird Menschen mit Störungen bei der Verdauung
und Resorption von Nahrungsfetten empfohlen.
Reform(haus)-Margarine (= Pflanzenmargarine, linolsäurereich)
Für die Herstellung von Reformmargarinen werden besonders schonend
gewonnene Zutaten verwendet. Die verwendeten Öle und Fette sind
nicht gehärtet und nicht umgeestert. Sie sind in der Regel linolsäurereich.
Für Reformhaus-Margarine gelten zusätzlich die Richtlinien
des Reformhaus-Verbandes.
Margarinesorten mit funktionalen Eigenschaften
In neuerer Zeit gibt es mit Ballaststoffen (Inulin) angereicherte,
so genannte prebiotische Margarinen.
Darüber hinaus steht in Deutschland eine Margarinesorte zur Verfügung,
die pflanzliche Sterole, wie z. B. das b-Sitosterin
aus dem Sojaöl, enthält. Letzteres kann die LDL-Cholesterinkonzentration
im Serum in besonderem Maße senken.
Weiterhin gibt es eine Margarine, die mit rein pflanzlichen langkettigen
Omega-3-Fettsäuren angereichert ist.
Der trans-Fettsäuregehalt liegt heute sehr niedrig, Diätmargarine
ist frei von trans-Fettsäuren. Insgesamt ist heute in Deutschland
die Aufnahme an trans-Fettsäuren mit 0,8 Energie-% sehr niedrig.
Eine messbare Veränderung von LDL- und HDL-Cholesterin ist davon
nicht zu erwarten.
2. Fettgehalt
Der Fettgehalt der verschiedenen Margarinesorten kann sehr unterschiedlich
sein. Dies ergibt sich daraus, dass Margarine eine Emulsion aus Fett
und Wasser ist:
- Margarine mit einem Fettgehalt von mindestens 80 % (vollfette Margarine)
- Fettreduzierte Margarine (dreiviertelfette Margarine) mit einem
Fettanteil von ca. 60 %
- Halbfettmargarine (ca. 40 % Fett). Sie enthält nur halb so
viel Fett wie vollfette Margarine.
Neben diesen klassischen Margarinen gibt es Streichfette mit anderen
Fettgehaltsstufen auf dem Markt. Diese werden als Streichfette mit
der Angabe des Fettgehaltes angeboten.
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