UNSER INFORMATIONSMATERIAL Foliensatz mit Begleittexten:
Essen mit Genuss und Verstand - Fett ist nicht gleich fett
Dick macht krank
Adipositas stellt als Bindeglied zu Zivilisationskrankheiten
wie Hypertonie oder Diabetes mellitus Typ 2 eines der größten
Gesundheitsrisiken in der modernen Gesellschaft dar. Durch die
Folgekrankheiten entstehen unserem Gesundheitssystem Kosten in
Höhe von über 30 Milliarden DM pro Jahr. Obwohl bekannt ist, dass
viele der mit Adipositas assoziierten Probleme durch die Reduktion
des Körpergewichts deutlich vermindert werden können, scheinen
Hinweise zu gesunder Ernährung und mehr Sport allein kaum etwas
zu nutzen. Der Anteil übergewichtiger Menschen in der Bevölkerung
nimmt weiter zu.
Adipositas ist eine komplexe Störung, die sowohl genetisch als auch
durch Einflüsse der Umgebung ausgelöst werden kann. Bestimmte Individuen
sind übergewichtig aufgrund genetischer Faktoren, andere aufgrund
von Einflüssen der Umwelt und bei anderen ist das Übergewicht auf
eine Interaktion von beiden Faktoren zurückzuführen.
Zwar ist auf den ersten Blick, bezogen auf das Gesamtergebnis, das
relative Risiko bei einem Bodymass-Index von 30 oder höher mit 1,8
nur gering erhöht, doch bedeutet dies angesichts der großen Häufigkeit
eines so stark ausgeprägten Übergewichts eine deutliche absolute Zunahme
der Sterblichkeit. So wird geschätzt, dass in den USA von den jährlich
1,25 Millionen Todesfällen etwa ein Viertel auf Übergewicht zurückzuführen
ist. Dies drückt sich auch in der Lebenserwartung aus: Bei Sieben-Tages-Adventisten
z. B. lag, wenn sie einen Bodymass-Index kleiner als 22,3 hatten,
die mittlere Lebenserwartung bei 80,5 Jahren, bei einem Bodymass-Index
größer als 27,5 dagegen nur bei 75,8 Jahren.
Wodurch wird diese Zunahme der Gesamtsterblichkeit und die Verkürzung
der Le-benserwartung verursacht? Die Studie der American Cancer Society,
in der 750.000 Männer und Frauen über 12 Jahren beobachtet wurden,
zeigt die Zunahme der Sterblichkeit insgesamt bezogen auf verschiedene
Krankheitsgruppen, so z. B.
- Koronare Herzkrankheit
Übergewicht ist ein wichtiger Risikofaktor für die koronare Herzkrankheit.
Obwohl das Risiko für die koronare Herzkrankheit bei deutlichem
Übergewicht relativ nur auf das 1,7-fache erhöht ist, bedeutet dies
in den USA fast 80.000 Todesfälle pro Jahr. Es wird angenommen,
dass etwa ein Viertel aller koronaren Todesfälle auf die Adipositas
zurückzuführen ist. Adipositas verursacht oder verschlechtert eine
Reihe von Risikofaktoren für die koronare Herzkrankheit, so eine
Hypertonie, Fettstoffwechselstörungen, einen Diabetes mellitus Typ
2, eine Hyperuricämie, die Fibronogenkonzentration im Plasma und
ist meist mit geringer körperlicher Aktivität vergesellschaftet.
Nach Daten aus Framingham soll Übergewicht auch ein unabhängiger
Risikofaktor für das Auftreten einer koronaren Herzkrankheit sein.
- Plötzlicher Herztod
Während die Häufigkeit des plötzlichen Herztodes bei Normalgewichtigen
bei 1,6/100.000 liegt, beträgt sie bei einem Übergewicht von mehr
als 100 % 21/100.000 (41.984 Beobachtete, im Mittel 34 Jahre alt).
- Hypertonie und Schlaganfälle
In einer großen Untersuchung mit 55.000 Teilnehmern wurde gezeigt,
dass pro 10 kg Übergewicht der systolische Blutdruck um 3 mmHg und
der diastolische um 2 mmHg ansteigt. In kleineren Studien war die
Beziehung zwischen Übergewicht und Hypertonie deutlicher. Es wird
angenommen, dass bei 75 % aller Hypertoniker Übergewicht eine wesentliche
Rolle spielt. Da der Bluthochdruck der wichtigste Risikofaktor für
das Auftreten von cerebralen Gefäßleiden ist, erklärt sich dadurch
zu einem wesentlichen Teil das erhöhte Risiko für Schlaganfälle
bei Adipositas.
- Herzinsuffizienz und Kardiomegalie
Mit zunehmendem Übergewicht und auch unabhängig von der Dauer der
Adiposi-tas ist mit dem häufigeren Auftreten einer Herzinsuffizienz
zu rechnen. Ursache ist die aus dem Übergewicht resultierende Volumenbelastung
des Herzens.
Aber es gibt noch weitere negative Einflüsse des Übergewichts. Darüber
können sie im Internet http//www.margarine-institut.de unter dem Button
"Basisinformationen": Adipositas mehr erfahren.
Prävention und Therapie
Es ist zwar allgemein bekannt, dass die Folgeerscheinungen von
Adipositas durch Gewichtsabnahme erheblich reduziert werden können,
dennoch werden von den meisten Ärzten nur die Folgekrankheiten medikamentös
behandelt. Dabei sind Hypertonie und andere Folgekrankheiten nur wirksam
zu bekämpfen, wenn das Grund-problem, die Adipositas, beseitigt wird.
Die Patienten sollten zu mehr körperlicher Bewegung motiviert und außerdem
über gesundes abwechslungsreiches Essen und Trinken informiert werden
- sicherlich leichter gesagt als getan.
Weitere Literatur:
Internet http//www.margarine-institut.de (Button "Basisinformation":
Cholesterin und Cholesterinstoffwechsel)
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