Margarine-Institut für gesunde Ernährung - Zur Startseite
E-Mail für das Margarine-Institut für gesunde Ernährung e.V.
Unsere Rubriken


Suche Sitemap Fragen Sie uns online Kontakt Impressum
Unsere Rubriken



Wir über uns



Unser Informationsmaterial

Kostenloses
  Stichwortserie
  Transparente-Mappen
  CD-Rom
  PC-Programm



Studien



Lexikon



FAQs



Testen Sie Ihr Wissen



Links


UNSER INFORMATIONSMATERIAL

Foliensatz mit Begleittexten: Fett in der Ernährung
Cholesterin-Resorption

Im Cholesterinstoffwechsel werden drei Pools angenommen: Dem rasch austauschbaren Pool gehören Serum-Lipoproteine (6 g), Erythrozyten (6 g), die Leber (5 g) und der Darm (5 g) an. Zum mittelschnell austauschbaren Pool zählen die Haut und das Fettgewebe (10–12 g). Der langsam austauschbare Pool enthält 35–36 g und setzt sich aus Cholesterin in der Skelettmuskulatur und in der Blutgefäßwand zusammen. Darüber hinaus gibt es noch einen nicht austauschbaren Pool im zentralen Nervensystem, der etwa 60 g (35 bis 40 %) enthält. Cholesterin wird in der Leber zu Gallensäuren verstoffwechselt, das wichtigste Enzym dabei ist die Cholesterin-7- a-Hydroxylase, Cholesterin geht aber auch direkt in die Galle über. Beim Stoffwechselgesunden werden pro Tag etwa 1 g Cholesterin mit dem Stuhl ausgeschieden. Demgegenüber steht die Eigensynthese in den Körperzellen von 0,5–1,0 g pro Tag und die Aufnahme aus der Nahrung.
Nur etwa 50 % des mit der Nahrung zugeführten Cholesterins werden resorbiert, der Rest geht direkt mit dem Stuhl verloren. Maximal können pro Tag etwa 500 mg Cholesterin aus dem Darm resorbiert werden. Dabei können jedoch erhebliche Unterschiede von Individuum zu Individuum bestehen. Dies bedeutet, dass eine Verringerung einer sehr hohen Cholesterinzufuhr mit der Nahrung auf etwa 600–900 mg pro Tag keinen Effekt auf das Serum- und LDL-Cholesterin erwarten lässt. Hingegen kann eine Wirkung erwartet werden, wenn es gelingt die Cholesterinzufuhr deutlich unter diese Grenze zu senken.
Eine Verringerung der Cholesterinzufuhr mit der Nahrung führt kompensatorisch sowohl zu einer Steigerung der Cholesterinbiosynthese, als auch zu einer vermehrten Aufnahme von LDL-Cholesterin aus dem Blut, da die Anzahl der LDL-Rezeptoren an der Leberzelloberfläche vermehrt wird. Siehe Folie 13.
Eine hohe Cholesterinzufuhr mit der Nahrung führt also zur LDL-Hypercholesterinämie, weil die Anzahl der LDL-Rezeptoren reduziert wird. Da gleichzeitig auch IDL nicht in normalem Umfang über die LDL-Rezeptoren eliminiert werden können, entstehen aus ihnen vermehrt LDL, was ebenfalls zum Anstieg der LDL-Cholesterinkonzentration im Blut beiträgt.