UNSER INFORMATIONSMATERIAL Foliensatz mit Begleittexten: Fett in der Ernährung Cholesterinstoffwechsel in der Leberzelle

Die Expression von LDL-Rezeptoren an der Leberzelloberfläche
wird hauptsächlich durch den Cholesteringehalt der Zelle reguliert.
Nachdem die LDL-Partikel an den Rezeptor gebunden haben, werden
die Komplexe aus Rezeptor und Ligand an speziellen Stellen der Zellmembran,
den sog. coated pits konzentriert. Die coated
pits bestehen aus einem Clathringerüst, außerdem
enthalten sie eine Gruppe von Proteinen, die sog. Adaptine. Sie
stellen die Verbindung der Rezeptoren mit Clathrin her. Die coated
pits werden als coated vesicles in die Zelle aufgenommen.
Es erfolgt dann eine Fusion mit anderen Zellorganellen. Es entstehen
Endosomen, die schließlich mit den Lysosomen fusionieren.
Die Dissoziation von Rezeptor und Ligand erfolgt in den Endosomen.
Über das tubuläre Transportsystem wird der Rezeptor wieder
zur Zelloberfläche transportiert. Er steht dann erneut für
die Bindung von LDL zu Verfügung. Die Rezirkulation eines Rezeptorproteins
dauert etwa zwölf Minuten. Ein Rezeptormolekül wird etwa
hundertmal wiederverwendet. In den Lysosomen werden der Proteinanteil
der LDL hydrolysiert und die Cholesterinester durch die lysosomale
saure Lipase in freie Fettsäuren und Cholesterin zerlegt. Cholesterin
wird zur Speicherung erneut verestert. Diese Reaktion wird durch
die ACAT katalysiert. Das unveresterte Cholesterin supprimiert die
Cholesterineigensynthese und auf der Ebene der Transkription die
Expression der LDL-Rezeptoren. Über diese Mechanismen wird
der zelluläre Cholesterinbestand konstant gehalten.
Aus aktivierter Essigsäure (Acetylcoenzym A) synthetisieren
die Zellen des menschlichen Organismus täglich bis zu etwa
1g Cholesterin. Verschiedene Enzyme sind an der Synthese beteiligt,
das Schlüsselenzym ist die HMG-CoA-Reduktase. Dieses Enzym
wird durch die CSE-Hemmer inhibiert. Die Cholesterinbiosynthese
dient nicht nur der Versorgung der Zelle mit Cholesterin, sondern
es entstehen dabei auch andere biologisch bedeutsame Zwischenprodukte.
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