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Foliensatz mit Begleittexten: Fett in der Ernährung
Nahrungsfettverbrauch in Deutschland 1900-1980

Nahrungsfette sind wichtige Energielieferanten und Träger essenzieller Fettsäuren und fettlöslicher Vitamine, ihr Brennwert übersteigt aber den von Kohlenhydraten und Proteinen um mehr als das Doppelte. Fett ist auch der bedeutendste Aromaträger (fettarmer Käse schmeckt vielen Menschen lange nicht so gut wie fettreicher). Daher ist die Neigung, viele fettreiche Lebensmittel – oft versteckt in Wurst, Käse, Sauce etc. – zu essen, in unserem Land sehr groß. Die hohe Energiezufuhr ist dabei oft das Problem. Eine dauerhaft zu hohe Energieaufnahme kann zu einer Reihe von ernährungsbedingten Krankheiten führen.
Von 1900 bis 1980 (bis 1945 Reichsgebiet, ab 1949 BRD) erhöhte sich der Gesamtfettverbrauch pro Kopf und Tag um mehr als das Doppelte, der Verbrauch an unsichtbarem Fett verdreifachte sich hingegen. Diese Entwicklung wurde während des 2. Weltkrieges unterbrochen.
Bei den unsichtbaren Fetten handelt es sich meist um tierisches Fett aus Fleisch, Wurst, Milchprodukten und Eiern. Dies bedeutet, dass es mit dem Anstieg des Konsums an unsichtbarem Fett auch zu einer Zunahme des Verzehrs an gesättigten Fettsäuren gekommen ist, welche die LDL-Cholesterinkonzentration im Serum ungünstig beeinflussen.
Durch Veränderung der veröffentlichten Lebensmittelzusammensetzung liegt in den Jahren nach 1980 der Konsum an sichtbarem und unsichtbarem Fett wieder niedriger (siehe Folie 18). Ein Vergleich mit den früheren Konsumwerten ist daher aus den genannten Gründen nicht möglich. Aber auch die neueren Verbrauchswerte liegen weit über der wünschenswerten Größe. Fett sollte 30 % der täglichen Energieaufnahme ausmachen.