Margarine-Institut für gesunde Ernährung - Zur Startseite
E-Mail für das Margarine-Institut für gesunde Ernährung e.V.
Unsere Rubriken


Suche Sitemap Fragen Sie uns online Kontakt Impressum
Unsere Rubriken



Wir über uns



Unser Informationsmaterial

Kostenloses
  Stichwortserie
  Transparente-Mappen
  CD-Rom
  PC-Programm



Studien



Lexikon



FAQs



Testen Sie Ihr Wissen



Links


UNSER INFORMATIONSMATERIAL

Foliensatz mit Begleittexten: Fett in der Ernährung
Veränderung von Serumlipiden bei Austausch von Kohlenhydraten (1 % der Energie) gegen Fettsäuren –
Wirkung von Fettsäuren auf den Fettstoffwechsel

In Meta-Analysen wurde die Wirkung der einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren auf LDL-Cholesterin, HDL-Cholesterin und Triglyceride im Serum geklärt.
In die Meta-Analyse von Mensink und Katan1 wurden 27 Studien eingeschlossen. Sie wählten sie nach dem Design und der Möglichkeit, die Aufnahme der verschiedenen Fettsäuren zu berechnen, aus. Hegsted et al.2 werteten alle verfügbaren 87 Studien aus, Clarke et al.3 hingegen 71 Studien, die in Stoffwechseleinheiten durchgeführt wurden, und analysierten davon 63 getrennt, bei denen "feste" Nahrung gegeben worden war. Gardener und Kraemer4 verwendeten hingegen nur 14 Studien für ihre Meta-Analyse. Sie fanden keinen Unterschied zwischen einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren in ihrer Wirkung auf das LDL- und das HDL-Cholesterin.
Die ersten drei erwähnten Meta-Analysen zeigten bezüglich der Änderung der Cholesterinkonzentration im Plasma folgendes Ergebnis:
 

  Gesättigte Fettsäuren Einfach ungesättigte Fettsäuren Mehrfach
ungesättigte
Fettsäuren
Mensink und
Katan1
+1,51 mg/dl -0,12 mg/dl -0,60 mg/dl
Hegsted et al.2 +2,04 mg/dl -0,11 mg/dl -1,20 mg/dl
Clarke et al.3 +2,01 mg/dl +0,15 mg/dl -1,01 mg/dl
Die Verminderung oder Erhöhung der Cholesterinkonzentration im Serum ist pro 1 Energie-% Anstieg des jeweiligen Fettsäuregehalts (als Ersatz von Kohlenhydraten) der Nahrung angegeben.

Die VLDL-Synthese in der Leber wird durch einfach ungesättigte Fettsäuren nicht beeinflusst. Mit Erhöhung der Fettzufuhr auf Kosten von Kohlenhydraten steigt HDL-Cholesterin und sinken die Triglyceride (siehe Folie). Auf der Basis dieses sehr umfangreichen Datenmaterials wird klar, dass einfach ungesättigte Fettsäuren Cholesterin und LDL-Cholesterin nicht eigenständig beeinflussen. Sie senken nur dann LDL-Cholesterin, wenn sie anstelle von gesättigten Fettsäuren verzehrt werden.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren kommen beim Menschen entweder als w-3- oder w-6-Fettsäuren vor. Die wichtigste w-6-Fettsäure ist die Linolsäure. Gegenüber der einfach ungesättigten Ölsäure lässt sich eine zusätzliche günstige Wirkung auf das LDL-Cholesterin nachweisen. Günstig gegenüber den einfach ungesättigten Fettsäuren ist auch, dass w-6-Fettsäuren die VLDL-Sekretion aus der Leber mäßig verringern und den Blutdruck gering senken.
HDL-Cholesterin wird durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren bei Ersatz von Kohlenhydraten günstig verändert. Generell scheint zu gelten: Je ungesättigter die Fettsäure, desto deutlicher der günstige Effekt auf das LDL-Cholesterin und desto weniger ausgeprägt der Anstieg des HDL-Cholesterins. Die Veränderung des HDL-Cholesterins unter mehrfach ungesättigten Fettsäuren hängt also davon ab, welche Fettsäure oder ob sie Kohlenhydrate ersetzen.

Literatur

1Mensink, R. P., M. B. Katan:
Effect of dietary fatty acids on serum lipids and lipoproteins.
A meta-analysis of 27 trials.
Arterioscler. Thromb. 12 (1992) 911-919

2Clarke, R., C. Frost, R. Collins, P. Appleby, R. Peto:
Dietary lipids and blood cholesterol: quantitative meta-analysis of metabolic ward studies.
Brit. Med. J. 314 (1997) 112-117

3Hegsted, D. M., L. Ausman, J. A. Johnson, G. E. Dallal:
Dietary fat and serum lipids: an evaluation of the experimental data. Am. J. Clin. Nutr. 57 (1993) 875-883

4Gardener, C. D., H. C. Kraemer:
Monounsaturated versus polyunsaturated dietary fat and serum lipids. A meta-analysis.
Arterioscler. Thromb. Vasc. Biol. 15 (1995) 1917-1925