UNSER INFORMATIONSMATERIAL Foliensatz mit Begleittexten: Fett in der Ernährung Wirkung gesättigter Fettsäuren im Fettstoffwechsel

Die gesättigten Fettsäuren sind der diätetische Faktor
mit der größten Auswirkung auf die LDL-Cholesterin-konzentration
im Blut. Die vermehrte Aufnahme gesättigter Fettsäuren führt,
ebenso wie eine erhöhte Cholesterinzufuhr mit der Nahrung, zu
einem individuell unterschiedlich ausgeprägten Anstieg des Serum-
und LDL-Cholesterins. Wahrscheinlich sprechen Individuen, die auf
vermehrte Cholesterinzufuhr mit einem deutlicheren Anstieg des Serum-
und LDL-Cholesterins reagieren, auch auf die Erhöhung der Aufnahme
an gesättigten Fettsäuren stärker an. Kinetische Untersuchungen
am Menschen zeigten, dass die ungünstige Wirkung auf das LDL-Cholesterin
auf eine verminderte Aufnahme von LDL aus der Zirkulation zurückzuführen
ist. Die Aktivität der LDL-Rezeptoren wird also bei hoher Zufuhr
von gesättigten Fettsäuren mit der Nahrung vermindert. Es
konnte bisher jedoch noch nicht eindeutig geklärt werden, ob
es sich um eine verminderte Synthese von LDL-Rezeptoren handelt (Verminderung
der mRNA für LDL-Rezeptoren) oder um einen funktionellen Effekt,
z. B. über die Anreicherung von bestimmten Phospholipiden in
der Zellmembran.
Wenn die Aktivität der LDL-Rezeptoren abnimmt, können auch
Intermediate Density Lipoproteins (IDL) darüber nicht mehr in
ausreichendem Umfang in die Zellen aufgenommen werden. Folge davon
ist eine vermehrte Umwandlung zu LDL, die zur erhöhten LDL-Cholesterinkonzentration
unter hoher Zufuhr von gesättigten Fettsäuren beiträgt.
|