UNSER INFORMATIONSMATERIAL Foliensatz mit Begleittexten: Fett in der Ernährung Nomenklatur der Fettsäuren II
Die g-Linolensäure
wird z. B. bei bestimmten Hauter-krankungen und rheumatoider
Arthritis eingesetzt. Bei ihr findet sich die erste Doppelbindung
am sechsten C-Atom, gezählt vom Methylende. Bei der g-Linolensäure
handelt es sich also um eine w-6-Fettsäure.
Konjugierte Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte
Fettsäuren, die, im Vergleich zu den anderen mehrfach ungesättigten
Fettsäuren, immer zwei Doppelbindungen haben, die nur durch
eine einfache Bindung voneinander getrennt sind. Diese Doppelbindungen
können sowohl eine cis- als auch eine trans-Konfiguration
(siehe unten) aufweisen. Folge ist u. a. eine veränderte
räumliche Struktur. Dies bedeutet, dass es nicht eine konjugierte
Linolsäure gibt, sondern dass es sich um eine Gruppe verschiedener
konjugierter Linolsäuren handelt. Ein Beispiel ist in der
Folie dargestellt. Im Gegensatz zur Linolsäure finden sich
die konjugierten Linolsäuren vorwiegend in Fleisch und
Wurst sowie in Milchprodukten.
Eine Reihe von biologischen Effekten konnte mit konjugierten
Linolsäuren in Versuchstieren oder in Zellkulturen gezeigt
werden. Bisher konnten diese verschiedenen Wirkungen am Menschen
nicht überzeugend nachgewiesen werden.
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Weist eine Doppelbindung ungesättigter Fettsäuren trans-Konfiguration
auf, spricht man von trans-Fettsäuren. Zwei Konfigurationen der
Doppelbindungen sind prinzipiell möglich: die cis-Konfiguration,
bei der sich die Wasserstoffatome auf der gleichen Seite der Kohlenwasserstoffkette
finden und die trans-Konfiguration mit den beiden Wasserstoffatomen
jeweils an den gegenüberliegenden Seiten (siehe Folie). Die Konfiguration
der Doppelbindung bestimmt entscheidend die räumliche Struktur
der Fettsäure, da im Vergleich zur cis-Konfiguration die trans-Konfiguration
in einem größeren Winkel in der Acylkette resultiert. Dies
bedeutet, dass eine trans-Fettsäure in weitgehend gestreckter
Konformation vorliegt und sich damit in ihrer räumlichen Struktur
jener einer gesättigten Fettsäure annähert.Diese Konformation
ist stabil, da sich Doppelbindungen nicht um die Achse drehen können,
und bestimmt die physikalischen Eigenschaften der Fettsäure entscheidend,
so z. B. die Fluidität.
Trans-Fettsäuren, die unter dem Verdacht stehen, das Risiko für
eine Herz-Kreislauf-Erkrankung stärker zu erhöhen als gesättigte
Fettsäuren, kommen in Fleisch und Milchprodukten vor. Sie werden
im Magen von Wiederkäuern durch Einwirkung bakterieller Enzyme
gebildet, aus dem Darm absorbiert und in die Gewebe und in die Milch
überführt. Trans-Fettsäuren können auch bei der
Härtung, der Hydrierung, von Pflanzenölen entstehen. Allerdings
sind in Deutschland die Methoden heute so weit entwickelt, dass dabei
nur sehr geringe Mengen gebildet werden. Siehe Folie 4.
Insgesamt ist heute in Deutschland die Aufnahme an trans-Fettsäuren
so gering (0,8 Energie-%), dass dadurch eine Beeinflussung des Fettstoffwechsels
in nennenswertem Ausmaß nicht erwartet werden kann.
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