UNSER INFORMATIONSMATERIAL Foliensatz mit Begleittexten: Fett in der Ernährung Zusätzliche Wirkungen einer
fettreduzierten und -modifizierten Ernährung
|
Im Tierexperiment und auch am Menschen konnte gezeigt werden,
dass eine fettreduzierte und fettmodifizierte Ernährung
durch die damit erreichte LDL-Cholesterinsenkung die endotheliale
Dysfunktion verbessern kann. Die endotheliale Dysfunktion gilt
als ein Risikofaktor für das Auftreten von klinischen kardialen
Ereignissen. Es handelt sich dabei um eine verminderte Vasodilatation
als Antwort auf bestimmte Einwirkungen auf die Blutgefäßwand,
wie z. B. Scherkräfte. Diese Vasodilatation wird durch
Stickstoffmonoxid (NO) vermittelt, das frei durch die Gewebe
hindurch diffundieren, die glatten Muskelzellen der Blutgefäßwand
relaxieren und damit die Gefäßweite verbessern kann.
Im Tierexperiment konnte ebenfalls gezeigt werden, dass diätinduzierte
Lipidveränderungen auch Mechanismen günstig beeinflussen
können, die für die Ruptur von instabilen Plaques
(Folie 20) verantwortlich sind. So kommt es u. a. zu einer verminderten
Freisetzung der Matrix-Metalloproteinase-9. Einrisse von instabilen
Plaques werden heute als wichtigste Ursache für das Auftreten
von Herzinfarkten (Thrombusbildung an der Einrissstelle) angesehen.
|

|
Darüber hinaus hat eine solche Kost auch günstige Effekte
auf einen weiteren Risikofaktor für die koronare Herzkrankheit,
den Blutdruck:
- Eine fettreduzierte Ernährung ist in der Regel auch arm an
Kochsalz (Fett überdeckt den Salzgeschmack).
- Eine hohe Zufuhr an Obst und Gemüse steigert die Kaliumaufnahme.
- Ein nur geringer Konsum an Alkohol ist auch günstig für
den Blutdruck.
Eine Kochsalzaufnahme von < 6 g/Tag, eine möglichst hohe
Zufuhr an Kalium durch Obst und Gemüse und ein nur geringer Konsum
an Alkohol (< 15 g/Tag) sind wesentliche Bestandteile einer Ernährung
zur Blutdrucksenkung.
|