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Foliensatz mit Begleittexten: Fett in der Ernährung
Zusammensetzung der Serum-Lipoproteine

Alle Lipoproteine enthalten in unterschiedlichem Ausmaß Cholesterin, Triglyceride, Phospholipide und Eiweiß. Aus praktischen Gründen hat man sich darauf geeinigt, die Konzentration der verschiedenen Partikel im Blut über den Cholesterinanteil zu ermitteln.
Wichtig zu wissen ist, dass, prozentual gesehen, am meisten Cholesterin in den LDL und HDL transportiert wird, aber auch in den triglyceridreichen VLDL findet sich immerhin ein Cholesterinanteil von nahezu 20 %. Dies bedeutet, dass die Erhöhung der Cholesterinkonzentration im Blut bedingt sein kann durch eine Vermehrung von LDL, HDL und/oder VLDL. Ohne eine Differenzierung wenigstens in HDL- und LDL-Cholesterin vorzunehmen, ist daher keine Aussage über die Ursache der Cholesterinerhöhung und eine sich ggf. daraus ergebende Therapienotwendigkeit möglich. In der Praxis werden das Gesamtcholesterin gemessen sowie HDL-Cholesterin und die Triglyceride.
Das LDL-Cholesterin (in mg/dl) wird dann nach der Friedewald-Formel errechnet:

LDL-Cholesterin = Gesamtcholesterin
  minus HDL-Cholesterin
  minus Triglyceride : 5

Mit Triglyceride : 5 wird das VLDL-Cholesterin abgeschätzt. Diese Formel kann in relativ guter Übereinstimmung mit anderen Methoden bis zu einer Triglyceridkonzentration von 400 mg/dl benutzt werden. In allen Interventionsstudien z. B. mit CSE-Hemmern (Statinen) wurde LDL-Cholesterin so bestimmt. Alternativ kann eine Messung der Konzentration der einzelnen Lipoproteine aufgrund der Peakflächen (prozentualer Anteil an der Gesamt-Cholesterinkonzentration) in der Lipidelektrophorese oder nach Ultrazentrifugation erfolgen.