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Foliensatz mit Begleittexten: Fett in der Ernährung Vorwort
Fett ist ein wichtiger Kalorienlieferant. Da es
pro Gramm mehr als doppelt so viel Energie enthält wie Kohlenhydrate
oder Eiweiß, wird häufig eine isolierte Fetteinschränkung in der
Nahrung als wichtige Maßnahme zur Verminderung der Energiezufuhr
empfohlen. Aber gesundheitlich gesehen kommt es nicht nur auf
die Verminderung von Fett in der Nahrung an, sondern vielmehr
auf dessen Fettsäurezusammensetzung.
Einige Aspekte sollen dies kurz illustrieren:
- Mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Linolsäure und w-3
Fettsäuren) sind essenziell (=essentiell). Sie können vom
Körper nicht selbst hergestellt werden.
- Gesättigte Fettsäuren (tierischen Ursprungs) sind nicht
essenziell. Sie können im Bedarfsfall vom Körper selbst produziert
werden.
- Die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen aus dem Darm benötigt
die Anwesenheit von Fett.
- HDL-Cholesterin wirkt dem Entstehen und Fort-schreiten
der Arteriosklerose entgegen. Wenn wenig Fett zugeführt wird,
sinkt die HDL-Cholesterinkonzentration im Blut.
- Zu hohes LDL-Cholesterin fördert das Entstehen der Arteriosklerose.
Eine Unterfraktion der LDL, die kleinen, dichten LDL, ist
besonders gefährlich. Bei Fettreduktion in der Nahrung nimmt
ihre Konzentration zu.
- Werden anstatt Kohlenhydraten mehrfach ungesättigte Fettsäuren
verzehrt, sinkt das ungünstige LDL- Cholesterin, das günstige
HDL-Cholesterin steigt an.
- Bei Patienten mit erhöhten Triglyceriden führt bei Fettreduktion
die Erhöhung des Konsums an Kohlenhydraten zu einer u. U.
deutlichen Verschlechterung der Blutfettwerte mit Ansteigen
der Triglyceride und Absinken des HDL-Cholesterins.
- Mehrfach und einfach ungesättigte Fettsäuren führen
nach den Ergebnissen klinischer Studien nicht zum vermehrten
Auftreten von Krebserkrankungen.
- w-3 Fettsäuren haben in
einer Dosis von etwa 1g/Tag eine protektive Wirkung bezüglich
schwerwiegender Herzrhythmusstörungen. Dies ist ein eigenständiger
Effekt dieser Fettsäuren, andere Fettsäuren müssen
dafür nicht vermindert werden.
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