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Foliensatz mit Begleittexten:
Risikofaktoren für Herz und Kreislauf

Es ist schon erstaunlich: Wir wollen alle gesund alt werden, aber nur wenige tun etwas dafür. Während wir bei unserem Auto peinlich genau auf die vorgeschriebene Spritsorte, das richtige Öl und Schmierfett achten, es regelmäßig pflegen und checken lassen, damit es länger "gesund" bleibt, gehen wir mit unserem eigenen Körper oftmals sorglos um.

Jeder von uns weiß, dass Rauchen, Bewegungsmangel oder Stress Risikofaktoren für einen Herzinfarkt sind. Aber allzu gern wird auf die Großmutter verwiesen, die 80 Jahre alt geworden ist, nie beim Arzt war und ungeheuerlich viel gegessen, getrunken oder geraucht hat. Für die Älteren von uns ist noch Churchill's "No sports" in Erinnerung, er war fettsüchtig, rauchte Zigarren und erreichte locker ein Alter von über 80 Jahren. Aber dies sind Ausnahmen und mancher hat eben eine günstigere erbliche Veranlagung als Otto Normalverbraucher. Bei den meisten Menschen führt übermäßiger Kalorien-, Alkohol- und Zigarettenkonsum zu schweren, lebensverkür-zenden Folgeerkrankungen.

Wie bereits in der Folie 8 zusammengestellt, haben sich unsere Lebensbedingungen in den letzten Jahren stark verändert. Wir essen heute (statistisch gesehen) deutlich mehr Fett - meist in Form gesättigter Fettsäuren - und zu wenig komplexe Kohlenhydrate - also Obst und Gemüse. Wir arbeiten nicht mehr körperlich schwer und treiben als Ausgleich kaum Sport - Fußball findet am Fernseher statt. Die Folgen liegen auf der Hand: Ernährungsbedingte Krankheiten sind in Deutschland an die erste Stelle gerückt.

Krankheiten, die durch eine falsche Ernährung verursacht werden, sind in erster Linie auf einen zu hohen Fettverzehr zurückzuführen. Entsprechend ihrer Häufigkeit handelt es sich dabei um Adipositas (Fettsucht), Hyperlipidämie (zu hohe Blutfettwerte), Hypertonie (zu hohen Blutdruck), Diabetes mellitus Typ 2 (zu hohe Blutzuckerwerte) und Gicht (zu hohe Harnsäurewerte). Alle diese Krankheiten belasten und schädigen das Herz-Kreislauf-System mit den bekannten Folgen wie Herzinfarkt, Durchblutungsstörungen und Schlaganfall. Da zu gutes und nicht zu schlechtes Essen für diese Situation verantwortlich ist, fasst man all diese Krankheiten unter dem Begriff Zivilisationskrankheiten zusammen. Ein Drittel aller Deutschen ist übergewichtig. Ein zu hohes Gewicht erhöht jedoch nicht nur das Risiko für diverse Herz-Kreislaufkrankheiten, sondern auch für jede Operation, für Deformationen von Fuß- und Kniegelenken, für Bandscheibenschäden und einen zu frühen Tod. Mehrere epidemiologische Studien sprechen außerdem dafür, dass eine erhöhte Fettzufuhr mit einem erhöhten Risiko für Dickdarmkrebs und andere Krebsarten einhergeht.

Übergewicht Bluthochdruck Fettstoff-wechselstörungen Diabetes mellitus (Typ 2)
Kalorienzufuhr Kalorienzufuhr (falls Übergewicht) Kalorienzufuhr (falls Übergewicht) Kalorienzufuhr (falls Übergewicht)
Fettaufnahme Fettaufnahme Tierische Fette Tierische Fette
Tierische Fette Pflanzliche Fette Pflanzliche Fette Pflanzliche Fette
Ballaststoffreiche Lebensmittel Ballaststoffreiche Lebensmittel Cholesterinaufnahme Ballaststoffreiche Lebensmittel
Alkohol Alkohol Ballaststoffreiche Lebensmittel Bewegung
Bewegung Kochsalz Alkohol Alkohol

erhöhen senken

 

Weitere Literatur:
Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, 1. Auflage (2000) - Umschau Braus GmbH Verlagsgesellschaft Frankfurt
Internet http//www.margarine-institut.de (Button "Basisinformation": Ernährungsabhängige Krankheiten) Faltblatt Margarine-Institut für gesunde Ernährung: "Gesund und fit Nr. 3: Fett essen mit Verstand"